Mit Retro Rewind habe ich ja bereits vor kurzem ein Spiel vorgestellt, das für mich genau das geschafft hat, was es schaffen sollte: Es fängt diese klassische Videotheken-Nostalgie erstaunlich gut ein und verpackt sie in einen angenehm spielbaren Simulator.
Doch damit ist scheinbar noch nicht Schluss.
Denn in weniger als einer Woche hat Retro Rewind bereits die Marke von 100.000 verkauften Exemplaren erreicht. Gleichzeitig haben die Entwickler auch direkt eine Roadmap veröffentlicht, die einen ersten Ausblick darauf gibt, wie es mit dem Spiel weitergehen soll.
Und ganz ehrlich: Dieses Indie-Projekt hatte einfach zur richtigen Zeit genau die richtige Idee. Umso schöner ist es zu sehen, dass das Spiel offenbar genau die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient.
Die Roadmap wirkt klein - hat aber trotzdem sinnvolle Inhalte
Auf den ersten Blick wirkt die veröffentlichte Roadmap vielleicht noch etwas überschaubar. Trotzdem stecken darin einige Punkte, die für das Spiel wirklich sinnvoll sind und die man nicht einfach abtun sollte.
Ein gutes Beispiel ist der angekündigte Controller-Support. Das dürfte vor allem für alle interessant sein, die nicht unbedingt mit Maus und Tastatur spielen möchten.
Dazu kommen Community-Abstimmungen zu neuen Features, weitere Sprachen, mehr Musik, mehr Freischaltungen und mehr Dekorationen. Kurz gesagt: Retro Rewind soll in mehreren Bereichen einfach noch weiter wachsen.
Gleichzeitig scheint das Team aber auch weiter an Bugfixes zu arbeiten, was mindestens genauso wichtig ist. Gerade bei einem Spiel, das vor allem von seinem gemütlichen Spielfluss lebt, sind saubere Abläufe und kleine Komfortverbesserungen ein großer Pluspunkt.
Backstore Storage und VHS-Reparaturstation sind genau die richtigen Ideen
Besonders interessant finde ich zwei geplante Ergänzungen.
Zum einen soll Backstore Storage kommen. Und das ist ehrlich gesagt eine ziemlich gute Idee. Wer schon ein paar Stunden gespielt hat, kennt das Problem wahrscheinlich: Irgendwann weiß man schlicht nicht mehr, wohin mit den ganzen Kassetten. Also landet vieles irgendwo im Laden, wird notdürftig verstaut oder man baut noch mehr Regale, obwohl eigentlich längst kaum noch Platz da ist. Ein richtiger Lagerbereich im Hintergrund dürfte da eine echte Hilfe sein.
Zum anderen ist eine VHS-Reparaturstation geplant. Auch das passt thematisch sehr gut ins Spiel. Gerade bei wertvolleren Kassetten wäre es schön, beschädigte Exemplare nicht sofort abschreiben zu müssen. Das stärkt nicht nur den Spielfluss, sondern auch das Gefühl, tatsächlich eine kleine Videothek am Laufen zu halten.
Außerdem haben die Entwickler bereits angedeutet, dass später noch weitere Inhalte angekündigt werden sollen.
Künftige Erweiterungen sollen kostenlos sein
Ein weiterer Punkt, der durchaus positiv auffällt: Die zukünftigen Erweiterungen des Spiels sollen kostenlos sein.
Wer also Einfluss darauf nehmen möchte, welche Features als Nächstes ins Spiel kommen, sollte vermutlich tatsächlich einen Blick in den Discord der Entwickler werfen. Gerade bei so einem Spiel kann Community-Feedback am Ende einen großen Unterschied machen.
Ich bin fast am Ende - und hoffe auf mehr
Ich selbst bin inzwischen schon fast am Ende des aktuellen Spielstands angekommen. Mir fehlen nur noch ein weiteres Filmgenre und der zweite Mitarbeiter.
Und das nach gerade einmal ungefähr 12 Stunden Spielzeit.
Das ist nicht zwangsläufig etwas Schlechtes, denn die Zeit mit dem Spiel war durchweg angenehm. Aber genau deshalb hoffe ich eben auch, dass möglichst bald neuer Inhalt nachgeschoben wird. Retro Rewind hat für mich definitiv das Potenzial, mich noch eine ganze Weile zu beschäftigen, wenn die Entwickler dranbleiben.
Wie verdient man in Retro Rewind mehr Geld?
Weil diese Frage sicher viele interessiert, hier noch ein paar Eindrücke aus meinem bisherigen Spielverlauf.
Zunächst einmal wirkt es so, als würden die meisten Spieler irgendwo bei 300 bis 500 Dollar pro Tag landen. Und ehrlich gesagt fühlt sich das auch ziemlich beabsichtigt an. Videotheken waren schließlich nie die großen Gelddruckmaschinen, und auch das Personal wurde in der Realität eher selten fürstlich bezahlt.
Was im Spiel aber sehr ordentlich funktioniert, sind Arcade-Automaten und Süßigkeitenspender. Beide liefern ein ziemlich solides passives Einkommen und brauchen kaum Aufwand. Im Grunde reicht es, sie einmal am Tag anzuklicken und das Geld einzusammeln.
Ebenfalls sinnvoll: Neue Releases verkaufen, sobald sie nicht mehr als neu gelten. Meiner Erfahrung nach reicht es, ein bis drei Kopien zu behalten und den Rest abzustoßen.
Dazu kommen noch Getränke und Snacks, die eine gute Gewinnspanne mitbringen. Und natürlich helfen auch die Verspätungsgebühren, um den Tagesumsatz ein wenig aufzubessern.
Zusätzlich kann es nicht schaden, Flyer zu verteilen und den eigenen Laden weiter zu dekorieren.
Allerdings wirkt es auch so, als gäbe es pro Tag nur einen begrenzten Pool an Kundschaft. Heißt: Man kann den Gewinn zwar optimieren, aber eben auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Trotzdem helfen diese kleinen Maßnahmen dabei, das Maximum aus einem Tag herauszuholen.
Ein gemütlicher Simulator mit viel Charme
Am Ende bleibt mein Eindruck derselbe wie schon im ersten Bericht:
Retro Rewind ist ein wirklich schönes, gemütliches Spiel mit gutem Spielfluss und einer Menge Charme.
Ich bin auf jeden Fall froh, es entdeckt zu haben, und bin sehr gespannt darauf, was die Entwickler in den kommenden Wochen und Monaten noch daraus machen.
Welche Tipps habt ihr für Retro Rewind? Und was ist die eine große Sache, die ihr am liebsten noch im Spiel sehen würdet?